Muss es sein? Der Konzertpodcast des RSB

Zu jedem Sinfoniekonzert des Rundfunk-Sinfonieorchesters Berlin erklären Katharina Neuschaefer (Kat) und Susanne Westenfelder (Fia), warum es sich unbedingt lohnt, das Konzert zu besuchen.

Subjektiv, unterhaltsam, und Sie müssen nicht Musikwissenschaft studiert haben, um den Podcast zu genießen.

Muss es sein? Der Konzertpodcast des RSB

Neueste Episoden

Dima Slobodeniouk dirigiert Moussa, Saariaho und Schostakowitsch

Dima Slobodeniouk dirigiert Moussa, Saariaho und Schostakowitsch

‧ 11m 5s

Sehnen nach Schönheit
1984 in Kanada geboren, heute in Berlin lebend – Samy Moussa gehört der immer präsenter werdenden Generation der Postavantgarde an, die keinen Reiz mehr darin verspürt, die Missstände der Welt in düsteren Klangfarben anzuprangern. Für die Orchesterhymne „Adgilis
Deda“ (Mutterort) hat er sich von den georgischen Kaukasusbergen inspirieren lassen, die Musik folgt dem „Konzept des Schutzes“ (Moussa) und der Geborgenheit. Die feinen Klangfarben der Harfe sind es, die Kaija Saariaho immer wieder gereizt haben, für dieses besondere
Instrument zu komponieren. Einer der weltweit führenden Harfenisten stellt uns das dreisätzige Harfenkonzert aus dem Jahre 2015 vor. Nach der...

Stanislav Kochanovsky dirigiert Widmann und Rachmaninow

Stanislav Kochanovsky dirigiert Widmann und Rachmaninow

‧ 10m 7s

Einfach Freude
Zwei Universalmusiker, die auf den ersten Blick kaum etwas gemeinsam haben, begegnen sich in diesem Konzert. Tatsächlich eint es Sergei Rachmaninow und Jörg Widmann, dass sie eine natürliche, erlebbare Freude an der Musik verspüren, die sie gerne mit anderen Menschen
teilen. Rachmaninow, ein glänzender Pianist des frühen 20. Jahrhunderts, Widmann ein nicht minder phantastischer Klarinettist im noch jungen 21. Jahrhundert, beide darüber hinaus aktive und kreative Komponisten, die sich immer bewusst darüber sind, selber ihre Werke auf der Bühne dem Publikum „auszuliefern“. Das heißt auch, kreativ auf Kritik reagieren zu können. Keine kompositorische Idee kann falsch sein, wenn...

Marin Alsop dirigiert Clyne, Barber und Schostakowitsch

Marin Alsop dirigiert Clyne, Barber und Schostakowitsch

‧ 9m 30s

Sie sind lustige Verkleidungen oder lebensrettende Narrenkappen – hinter Masken lauert oft Verborgenes. Nicht so bei Anna Clyne. Die Londoner Vergnügungsgärten des 18. Jahrhunderts forderten sie 2013 zu einem kurzen, ausgelassenen Spiel heraus, bestehend einfach aus Tanz und Musik. Ganz anders bei Dmitri Schostakowitsch.
Die pausbäckige Fröhlichkeit der Sinfonie Nr. 5 wirkt aufgesetzt, erzwungen. Der Komponist hat mit dem Werk nichts weniger als sein Leben während der Stalin-Ära gerettet. Wütend, wie ein unfreiwilliger, herausgeprügelter Jubel, muss deren Schlussapotheose klingen.
Ihren liebsten Komponisten, so nennen die Amerikaner Samuel Barber – nicht nur wegen des berühmten Adagios für Streicher. Das Violinkonzert, eines...

Vladimir Jurowski dirigiert Denissow, Vieru und Rachmaninow

Vladimir Jurowski dirigiert Denissow, Vieru und Rachmaninow

‧ 10m 40s

Uneingeschränkt sein
Einmal alles ausprobieren, Farben, Formen, Techniken – das wollte der deutsche Maler Daniel Richter in dem nebenstehenden Bild. Daniel Richters Kunstwerke begleiten uns durch die gesamte Saison 2026/2027.
Das Eröffnungskonzert bietet sogleich die Möglichkeit, Korrespondenzen „zwischen abstrakter Malerei und Musik“ (Edison Denissow, 1970) zu erkunden. Denissow, ein Freund und Weggefährte von Schnittke und Gubaidulina in der früheren UdSSR, bereitet mit seinem fein ausgeleuchteten Orchesterwerk „Peinture“ den Boden für die filigrane Sinfonie (1973) des jüdisch-rumänischen Künstlers Anatol Vieru, der 2026 einhundert Jahre alt geworden wäre – „Herzrasen“, „Psalm“ und „Ungezügelte Melodie“ sind die Sinfoniesätze überschrieben.
Nicht opulent genug kann...