Leonard Slatkin dirigiert Bernstein, McTee, Barber und Copland
Shownotes
Vier Komponisten – ein Land. Am 12.05. hört ihr die USA auf der Bühne der Philharmonie. Das RSB spielt Bernstein, McTee, Barber und Copland. Leonard Slatkin dirigiert das Konzert. Und an dem Abend könnt ihr DEN Starorganisten Cameron Carpenter live erleben. Technik, Eleganz, Wahnsinn alles gleichzeitig. So beschreibt Fia das Spiel des Organisten hier im Podcast. Sie hat aber noch mehr Infos zu den Werken und Komponisten für euch. Viel Spaß beim Anhören der neuen Podcast-Folge.
12.05.2026 Philharmonie / 20 Uhr
Leonard Bernstein „On the Town“ – Drei Tanzepisoden
Cindy McTee Adagio für Streichorchester
Samuel Barber Toccata festiva für Orgel und Orchester op. 36
Aaron Copland Sinfonie Nr. 3
Leonard Slatkin, Dirigent Cameron Carpenter, Orgel Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Tickets ab 15 € unter rsb-online.de
Transkript anzeigen
00:00:01: Muss es sein?
00:00:08: Hallo, vier hier.
00:00:10: Im Konzert am twölften Mai machen wir eine Reise!
00:00:12: Denn das Programm des Konzerns klingt so als hätte jemand die USA eingepackt und kurzerhand auf die Bühne der Berliner Philharmonie gestellt.
00:00:19: Für Komponisten ein Land.
00:00:21: Das RSB spielt Werke von Leonard Bernstein, Cindy McTee Samuel Barber und Aaron Copland.
00:00:26: Am Pult steht Leonard Slatkin Der Spezialist für genau diese Musik.
00:00:31: Und an der Orgel?
00:00:32: Ja, ihr habt richtig gehört!
00:00:33: An der Orgel der unfassbare Cameron Carpenter.
00:00:37: Aber dazu gleich mehr.
00:00:38: fangen wir also an auf den Straßen New Yorks... ...anoneunzehnundneinzwanzig Das sind die drei Tanzepisoden aus der Musik zu lernet.
00:00:56: Bernstein's Musical On the Town.
00:00:59: Drei Matrosen haben vierundzwanzicht Stunden Landgang in New York.
00:01:03: Was dann passiert ist Bernstein pur?
00:01:12: Jazz, Tanz, Witz, Energie – das Blech glänzt die Klarinette fleutet Die Percussion treibt alles voran.
00:01:18: Und was in einem Sinfoni-Orchester wirklich selten passiert da ist auch ein Saxophon im Sinfonikkonzert.
00:01:25: Wer West Side Story liebt weiß bereits Bernstein kann keine schlechten Melodien schreiben wie hier die sitzen alle.
00:01:34: Ihr hört übrigens gerade den Komponisten selbst am Pult und es spielt das New York Philharmonik Orchestra.
00:01:42: Auf dem Programmzettel steht als nächstes ein Name, den viele von euch wahrscheinlich noch nicht kennen aber nach diesem Abend auch nicht mehr vergessen werden.
00:01:49: Cindy McTee amerikanische Kompонistin geboren in der Mitte des Jahrhunderts.
00:01:54: Ihr Stück?
00:01:55: Ein Adagio für Streichorchester.
00:01:57: Hier wird das gespielt von dem Detroit Symphony Orchestra unter der Leitung von Elena Zlatkin.
00:02:23: Da denkt man natürlich sofort an Samuel Barba, das Adagio für Streichorchester des berühmteste und herzzerreißendste der Gatton.
00:02:32: Und das macht dieser Programm-Zettel übrigens auch – denn Barba steht wenig später ebenfalls drauf!
00:02:37: Metis weiß das selbst und sie bezieht sich in ihrem Stück bewusst auf Barba.
00:02:42: Hier hört ihr an einigen Stellen diese verwandten Gesten dieses vertraute Gefühl….
00:02:47: …und dann nimmt Metis dieses Vertrautegefühl und führt es ganz voran das hin.
00:02:53: Ätherisch beginnt das, zurückhalten und geheimnisvoll.
00:02:57: Und dann kommen die Dissonanzen!
00:02:59: Und diese Pausen, die viel mehr sagen als alle Töne drumherum.
00:03:04: Konsonanz- und Dissonanzwohlklang und Missklang wechseln sich ab wie Tag und Nacht.
00:03:09: Man weiß nie ganz, wo man als Nächstes landet.
00:03:12: Ein faszinierendes Stück... ...und dann Samuel Barber.
00:03:20: Dessen berühmtestes Stück habt ihr eben erst gewissermaßen durch McTee's Augen gesehen.
00:03:25: Und jetzt kommt der Mann selbst aber nicht mit dem Adagio, sondern mit seiner Toccata Festival für Orgel und Orchester Opus thirty-six.
00:03:32: Und ja!
00:03:33: Der Titel sagt es – Mit Orgel Das muss man sich mal in Ruhe auf die Zunge zergehen lassen.
00:03:38: Eine Orgel In der Philharmonie.
00:03:40: Cameron Carpenter an diesem Instrument ist sowas wie Roger Federer auf dem Tennisplatz.
00:03:44: Technik-Eleganz, Wahnsinn!
00:03:46: Alles gleichzeitig... Die Taukata Festival entstand in den letzten Jahren für die Einweihung einer neuen Orgel in Philadelphia.
00:03:53: und schon das Verräte was erwartet wird.
00:03:56: es soll klingen, es soll überwältigen und es soll festlich sein.
00:04:01: Die Tauta beginnt mit einem Schlag der Luft aus dem Saal saugt.
00:04:17: Hier hört ihr übrigens James Gaffigan mit dem Luciana Sinfonieorchester.
00:04:35: Das Orchester und die Orgel messen sich, duillieren sich, finden sich!
00:04:39: Das ist Musik mit Körper, Sound- und Volumen.
00:04:42: Babas harmonische Sprache klingt dabei relativ vertraut.
00:04:45: für das zwanzigste Jahrhundert komponiert er fast konservativ aber es macht das Stück nicht weniger aufregend.
00:04:51: ganz im Gegenteil.
00:04:52: Es klingt als würde Barbara sagen ich brauche keine Avangartricks denn ich habe eine Orgel.
00:04:57: Und jetzt kommt.
00:04:58: Aaron Copland ist faszinierender als man zunächst meinen würde.
00:05:04: Die Vereinigten Staaten haben nämlich, wenn man so will keine gewachsene klassische Musiktradition zumindest keine europäische.
00:05:12: Als die allerersten Einwanderer aus Europa ankam da lauschten die Menschen dort den Messen von Monteverdi.
00:05:17: Die Europäische Musik wurde also in die USA importiert Koppelnd aber behauptet mit seiner Musik eine eigene amerikanische Tradition.
00:05:26: er tut so als wäre seine Musik Das Ergebnis einer organisch gewachsenen, jahrhundertelang US-amerikanischen Sinfonik.
00:05:34: Und es klingt überzeugend!
00:05:53: Dritte Sinfonie beginnt mit einer gesanglichen und zunächst einstimmigen Melodie.
00:06:05: Es spielt hier übrigens New York Philharmonic und am Pult steht wieder Leonard Bernstein Fächert sich der Klang auf und die ersten kopplentypischen Dissonanzen tauchen auf na klar in den Tropeten... ...und überall diese besonderen Intervalle und Harmonien, die man eigentlich nirgendwo sonst so hört.
00:06:57: Copland greift europäische Mittel auf, acharische Blechbäser von Farn die genauso gut wie ein mittelalter Abenteuerfilm kommen könnten oder europäisch klassischer Mittel der Melodie-Bildung und reichert sie mit diesen besonderen Intervallen und Tonschritten an.
00:07:12: Das Ergebnis klingt weder europäisches noch nach Klischee Amerikanes, klingt einfach nach Copland!
00:07:18: Die Pointe der behaupteten Musiktraditionen aller Copland ist folgende Wenn heute in Europa Musik produziert und komponiert wird, dann wird oft auf Komponisten wie Copland geschaut und sich jetzt an deren Stil orientiert.
00:07:35: Coplands berühmtes Stück ist die Fanfare for the Common Man.
00:07:53: Wer sie kennt und liebt sei gewarnt, sie taucht in dieser Sinfonie auf.
00:07:58: Copland hatte sie vier Jahre vor der Sinfonien komponniert.
00:08:07: Ein Achterband Harry Potter.
00:08:08: Eine zur Abwechslung mal gute Neuverfilmungen von der Hobbit, das ist wie eine dritte Staffel-Fliebeck.
00:08:14: große Liebe für dieses Sequel.
00:08:17: Copeland kann hier noch einmal ausführlich zeigen was in diesem Material steckt.
00:08:21: er variiert es entfaltet und beschließt damit seinen vierten Satz episch und groß.
00:09:00: ein würdiger Abschluss eines Konzerts dass von vorn bis hinten nach neuer Welt.
00:09:04: klient Cameron Carpenter spielt Orgel, das RSB spielt alles andere.
00:09:14: Ich sage es mal einfach so – kauft Karten!
00:09:16: Das wird richtig, richtig groß!
00:09:18: Viel Spaß und bis zum nächsten Mal!
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